Schankanlage erste Hilfe
WendlandBräu GbR
Udo Krause & Mathias Edler
Brauerei: Kussebode 10
Büro: Satkau 1
29459 Clenze
Fon 05844 - 630
Mobil 0170 - 593 66 02
Fax 05844 - 97 64 02
handgebraut mit Hopfen und Malz aus ökologischem Anbau
Viele Störfaktoren können dafür verantwortlich sein, wenn das Bier mal nicht so läuft, wie es soll. Die folgende Übersicht soll Ihnen helfen, die Ursache rasch zu finden und zu beseitigen.

Störung
Mögliche Ursache
Vorschlag zur Abhilfe
Das Bier läuft nicht.
Das Fass ist leer.
Neues Fass anschließen.
Der Absperrhahn für die Bierleitung ist geschlossen.
Absperrhahn am Zapfkopf öffnen.
Der Kompensator am Zapfhahn ist geschlossen.
Fließmenge des Kompensators erhöhen.
Die Bierleitung ist verstopft (z.B. Reinigungsbällchen).
Fremdkörper beseitigen.
Die Bierleitung ist eingefroren.
Kühlmaschine abstellen und technischen Service verständigen.
Das Keg ist eingefroren.
Temperatur im Kühlraum und Funktion der Kühlung überprüfen.
Der Keg-Zapfkopf ist falsch zusammengebaut.
Auseinandernehmen und richtig zusammenbauen.
Die Kohlensäureflasche ist leer.
Neue Druckgasflasche anschließen.
Der CO2-Absperrhahn ist geschlossen.
Absperrhahn öffnen.
Der Kohlensäuredruck ist zu gering.
Korrekten Druck einstellen.
Die Lippenventile im Bierfänger des Zapfkopfes sind verklebt, es gelangt keine Kohlensäure in das Fass.
Dringende Reinigung erforderlich. Möglichst Lippenventile erneuern.
Die Kohlensäureleitung ist undicht.
Achtung: Lebensgefahr! Sofort technischen Service verständigen.
Kohlensäureleitung und Bierleitung wurden vertauscht.
Zapfkopf mit den richtigen, verwechslungssicheren Anschlussgewinden verwenden (5/8" getränkeseitig und 3/4" gasseitig).
 
 
 
Das Bier läuft trüb.
Bei unfiltriertem Bier lagern sich die Trubstoffe am Fassboden ab, weshalb beim Anzapfen der erste „Schuß“ trüb sein kann.
Weiterzapfen und evtl. die ersten zwei Gläser wegschütten. Vor dem Fasswechsel das neue Fass für einige Minuten auf den Kopf stellen, damit sich die auf dem Fassboden abgelagerten Trubstoffe verteilen.
Die Bierleitungen oder Armaturen sind nicht sauber.
Es wird höchste Zeit für eine gründliche chemische Reinigung. Die Reinigungsintervalle sollten verkürzt werden.
Das Bier hat eine Kältetrübung (zu kalt).
Temperatur korrekt einstellen.
Die Schankanlage hat zuviel CO2-Druck.
Korrekten Druck einstellen.
 
 
 
Das Bier schäumt zu stark.
Das Bier ist zu warm. Dadurch ist der Druck im Fass angestiegen (je 5°C Temperaturerhöhung führen zu einer Druckerhöhung um ca. 0,3 bis 0,4 bar).
Das Fass wurde nicht lange genug gekühlt. Kühlraumtemperatur prüfen und auf 5-8° C einstellen. Die Kälteanlage ist wegen tropischer Außentemperaturen überlastet. Die Kälteanlage (Fasskühler) ist überlastet, weil die von ihr produzierte Wärme nicht aus dem Aufstellungsraum abgeführt wird oder dieser zu klein ist.
Das Bier erwärmt sich in der Leitung.
Funktion und Temperatur der Leitungsbegleitkühlung überprüfen.
Die Gläser sind warm oder trocken.
Die Gläser vor dem Zapfen immer mit kaltem Wasser vorspülen.
Das Bier wird aus der Leitung gequetscht, d.h. der Hahn wird beim Zapfen nicht ganz geöffnet.
Beim Zapfen den Bierhahn immer ganz öffnen. Sicherstellen, dass der Hahntyp richtig bedient wird (Schaumtaste?).
Der Bierstrahl wird auf den Glasboden gerichtet.
Bier am geneigten Glasrand ins Glas laufen lassen.
Die Bierleitung ist geknickt.
Knick beseitigen.
In den Leitungen ist Belag von Bierstein.
Regelmäßig chemisch-mechanische Grundreinigung durchführen.
Fremdkörper zwischen Fitting und Zapfkopf.
Zapfkopf abnehmen und überprüfen.
Der Stempel oder Dichtungen des Zapfkopfes sind beschädigt, es gelangt CO2 in die Bierleitung.
Zapgkopf kontrollieren und ggf. erneuern.
Das Bier fließt zu schnell.
Fachmann zu Rate ziehen. Beim Kompensatorschankhahn kann die Fließgeschwindigkeit eingestellt werden.
Der Kohlensäuredruck ist über längere Zeit zu hoch gewesen, das Bier ist daher aufkarbonisiert.
Für die Leerung dieses Fasses den Druck weiter heraufregulieren. Vor Anschluss des nächsten Fasses korrekten Druck einstellen.
Die Differenz von Sättigungsdruck und Betriebsdruck ist wegen langer Standzeit des angeschlossenen Fasses zu gering geworden.
Betriebsdruck etwas erhöhen. CO2-Zufuhr bei Betriebsschluss schließen und Keg entlasten. Standzeit der angeschlossenen Fässer verringern und evtl. kleinere Keg-Größe wählen.
Der CO2-Absperrhahn oder die CO2-Flasche ist geschlossen.
CO2-Flasche und Absperrhahn aufdrehen.
CO2-Druck ist zu niedrig, die biereigene Kohlensäure entbindet zu Gasblasen, welche beim Kompensatorhahn zu Schaumbildung führen kann.
Korrekten Druck einstellen.
 
 
 
Das Bier schäumt zu wenig oder der Schaum ist grobporig und fällt sofort zusammen.
Das Bier ist zu kalt.
Die Kühlraumtemperatur prüfen und auf 5-8° C einstellen.
Das Bier fließt zu langsam.
Vielleicht ist die Anlage falsch konzipiert. Fachmann zu Rate ziehen.
Die Gläser sind nicht sauber oder weisen Fettspuren auf.
Wirksamere Reinigungsmethode anwenden. Spülgerät reinigen, evtl. Spülbürsten austauschen. Anderen Ort für die Gläseraufbewahrung wählen. Gläser nicht polieren. Auch bei den ungespülten Gläsern nicht mit den Fingern in die Gläser hineingreifen.
Verwendung schaumzerstörender Reinigungsmittel.
Nur spezielle Reinigungsmittel für Biergläser verwenden.
Der Kohlensäuredruck ist über längere Zeit zu niedrig gewesen.
Die biereigene Kohlensäure ist verloren gegangen. Das Bier ist somit verfälscht und sollte nicht mehr ausgeschenkt werden.
Die Kohlensäurezufuhr wird unterbrochen.
Leitungsweg überprüfen und Defekt vom Fachmann beheben lassen.
Fettspuren in der Bierleitung oder an Armaturen.
Bierweg überprüfen und gründlich chemisch-mechanisch reinigen.
Der flexible Teil der Bierleitung wurde mit ungeeigneten Mitteln gereinigt und ist daher unbrauchbar.
Leitung austauschen.
 
 
 
Das Bier schmeckt untypisch.
Kunststoffschläuche ungeeignet oder überaltert.
Schläuche austauschen und auf SK-Kennzeichnung achten.
Ungeeignete Reinigungsmittel.
Geeignetes Reinigungsmittel verwenden, ggf. Leitungen erneuern.
Leitungen verlaufen nicht ausreichend geschützt durch kritische Bereiche.
Leitungen ersetzen und in Schutzrohr verlegen lassen.
 
 
 
Das Bier schmeckt schal.
Kohlensäureverluste beim Zapfen durch falsche Zapftechnik.
Typische Erscheinung bei den Anhängern des „Sieben-Minuten-Pils”. Bitte informieren Sie sich, wie man ohne Kohlensäureverluste und ohne den Gast verdursten zu lassen, ein Bier mit schöner Schaumkrone zapfen kann.
Der eingestellte Kohlensäuredruck ist zu niedrig.
In Abstimmung mit Fachmann heraufregeln.
Das Fass befand sich ohne CO2-Druck im Anschluss. Die biereigene Kohlensäure ist daher entwichen.
Fass austauschen. Sofort den Betriebsdruck und den CO2-Leitungsweg überprüfen.
Kohlensäureverluste im Leitungssystem.
Dringend Leitungsweg auf Undichtigkeiten überprüfen!