Indian-Motorradtreffen am 28./29. Juni 2014 auf dem Brauereihof in Kussebode

Indian2010-5Indian2010-5Am letzten Juni-Wochenende richtet die deutsche Sektion des Indian Motocycle Club ihr Jahrestreffen auf dem Brauereihof in Kussebode aus. 2010 waren über 100 der 1901-1953 gebauten Maschinen der ehemals größten Motorradmarke der Welt in unserem kleinen Dorf zu Gast – das gibt es in ganz Europa nicht alle Tage zu sehen! Wenn die großvolumigen Einzylinder und Zweizylinder-V-Motoren angekickt werden, bebt im Wendland die Erde!

WendlandBräu und Speisen aus der regionalen Küche gibt es natürlich auch für neugierige Besucher des Treffens, die keine Clubmitglieder sind.

Öffnungszeiten für Besucher:

Sa., 28. Juni 11 Uhr – open endIndian2010-7

So., 29. Juni 11 – 17 Uhr

Zur Einstimmung auf das Indian-Wochenende im Wendland 28./29. Juni 2014 finden Sie weitere Impressionen vom Indian Treffen 2010, wenn Sie den Weiterlesen-Button anklicken!

 

 

 

Über 50 Jahre, nachdem die Indianfabrik in Springfield Massachusetts geschlossen wurde, haben die dort gebauten Motorräder für mich nichts von dem verloren, was sie an Faszination ausstrahlen. Ausgestattet mit einem bequemen, gut gefederten Sattel und einem breiten Lenker in Kombination mit einem tiefen Schwerpunkt und einem excellenten Geradeauslauf kann man auch lange Strecken auf ihnen zurücklegen.

Gut erhaltene oder sorgfältig restaurierte Indians sind sehr zuverlässig. Deshalb verwundert es nicht, daß schon Indians mit deutschem Kennzeichen am Nordkap oder in Sizilien gesehen wurden. Natürlich erfordert eine Indian mehr Aufmerksamkeit als eine moderne Maschine. Kein Bordcomputer überwacht Zündzeitpunkt und Gemischbildung und keine Serviceintervallanzeige fordert den Fahrer auf, einen Termin beim Vertragshändler seines Vertrauens zu vereinbaren. Auf einer Indian ist der Fahrer selbst für das Wohlergehen seiner Maschine verantwortlich. Ausgestattet mit einer gut gefüllten Werkzeugrolle und den wichtigsten Ersatzteilen verliert auch der Gedanke an eine der wenigen Pannen seinen Schrecken.

Dazu trägt bei, daß unabhängig von Mobilitätsgarantien und Pannenschutzbriefen sich immer wieder ein Indianfreund findet, der den Trailer anhängt um einen gestrandeten Indianfahrer von der Landstraße zu holen, einer der seine Werkstatt und sein Gästebett anbietet und sich ohne die Hand aufzuhalten mit Dir freut, wenn die Maschine wieder läuft. Das Wissen, daß Jeder einmal auf die Hilfe Anderer angewiesen sein kann, fördert die Hilfbereitschaft.

Und so verstehe ich den Indian Motocycle Club nicht als eine elitäre Vereinigung von Besitzern hochpreisiger Motorräder, sondern vielmehr als eine starke Gemeinschaft Gleichgesinnter, die ihr Herz an eine außergewöhnliche Maschine verloren haben, an eine Indian.

Wir sehen uns auf der Landstraße!

Rafael Rienks, Präsident des Indian Motocycle Club

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